Large Shopper Leder Balenciaga Everyday Balenciaga aus Shopper q4Un1T Large Shopper Leder Balenciaga Everyday Balenciaga aus Shopper q4Un1T Large Shopper Leder Balenciaga Everyday Balenciaga aus Shopper q4Un1T Large Shopper Leder Balenciaga Everyday Balenciaga aus Shopper q4Un1T

Der Everyday Large Shoppper von Balenciaga ist ein stilvoller Begleiter f眉r jeden Tag. Das zeitlose Accessoire aus schwarzem Leder bietet Platz f眉r Ihre Essentials wie Tablet Unterlagen und Make-up-Etui. Der Designername in kontrastierendem Wei

http://www.faz.net/-gqz-8gnvz

Umstrittene Ausstellung: Terroristen als Märtyrer?

Umstrittene Ausstellung : Terroristen als Märtyrer?

  • -Aktualisiert am

Im Februar gedachten in Kopenhagen hunderte Menschen der Terroropfer, die bei einem Anschlag auf die Synagoge und das Kulturhaus „Krudttonden“ ums Leben kamen. Jetzt will eine Ausstellung die Täter als „Märtyrer“ zeigen. Bild: dpa

Islamisten, die das Leben unschuldiger Menschen auf dem Gewissen haben, sollen in Kopenhagen als „Märtyrer“ erscheinen. So lautet der Plan für eine Ausstellung, die mit dem Terror spielt. Kritiker sprechen von „Wahnwitz“.

Ob das jemand braucht? Eine „Märtyrer“-Ausstellung, die sich mit islamistischen Terroristen befasst? Die Täter, die Verantwortung für den Tod vieler Menschen tragen, in ihrem Selbstbild präsentiert? So plant es jedenfalls Christian Lollike in Kopenhagen – derselbe Mann, der 2012 schon das Manifest des norwegischen Rechtsterroristen Anders Behring Breivik inszeniert hat. Gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv „The other eye of the tiger“ will Lollikes Theater „Sort/Hvid“ untersuchen, „weshalb einige Menschen für das, woran sie glauben, in den Tod gehen“.

Das „Märtyrer-Museum“ werde mit Bildern, Installationen, reproduzierten „authentische Gegenständen“ und „Helden-Erzählungen“ zu einer Auseinandersetzung mit den Motiven von „Märtyrern“ anregen, heißt es in der Projektankündigung. Oder wie Ida Grarup Nielsen, eine der beteiligten Künstlerinnen, es sagt: „In die Twin Towers zu fliegen, auf Menschen im Bataclan zu schießen oder sich in Brüssel selbst in die Luft zu sprengen macht man nur im Glauben an eine bessere Welt“. Sie unterstreicht, wir seien alle „die Helden unserer eigenen Geschichte“.

Mörder als „Helden ihrer eigenen Geschichte“?

Die Empörung folgt der Provokation auf dem Fuße. Kulturminister Bertel Haarder etwa hält das „Märtyrer-Museum“ für „wahnwitzig“, schon weil die Ausstellung Terroristen in einem Schwung mit historischen Gestalten wie Rosa Luxemburg oder auch Sokrates zu präsentieren gedenkt. Die Theologin Katrine Winkel Holm, die 2006 ein „Islamkritisches Netzwerk“ gründete und einer Gesellschaft für Presse- und Meinungsfreiheit vorsitzt, warnt vor der Verherrlichung von Terroristen. Sie vergleicht das Ganze in der Tageszeitung „Politiken“ mit einem Museum für den Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höss: „Das würde man doch niemals machen.“ Ein Politiker der liberal-konservativen Partei „Venstre“ soll die Künstler bereits angezeigt haben. Und ein Imam äußerte sich ebenfalls kritisch: Wer Zivilisten und Unschuldige töte, sei Sünder, nicht Held.

In Kopenhagen, das Anfang 2015 einen islamistischen Anschlag auf ein Kulturzentrum und eine Synagoge erlebte, gibt es allerdings auch positive Reaktionen auf das Vorhaben. Flemming Rose etwa, der Journalist, der 2005 für die Mohammed-Karikaturen in „Jyllands-Posten“ verantwortlich war, zeigte sich dem Projekt gegenüber aufgeschlossen. Um den Kampf gegen den radikalen Islam gewinnen zu können, sei es wichtig, sich mit der Perspektive der Terroristen auseinanderzusetzen, sagte Rose gegenüber „Politiken“. Wenn auch verbunden mit dem Hinweis, dass am Ende alles von der Qualität der Ausstellung abhängen werde.

Tatort: Polizeibeamte sichern nach dem Anschlag vom 15. Februar 20015 Spuren am „Krudttonden“-Haus. : Bild: dpa

Das „Märtyrer-Museum“, das mit und ohne Führung besichtigt werden kann, soll am 26. Mai eröffnet werden, wenige Tage vor Beginn des Kopenhagener Theaterfestivals „CPH Stage“. Es soll zwei Wochen stehen. Der Ort: ein alter Schlachthof.

Weitere Themen

Video-Seite öffnen

Trailer : „Roma“

„Roma“ ist das bisher persönlichste Projekt des Oscar-prämierten Regisseurs und Drehbuchautors Alfonso Cuarón. Der Film ist demnächst auf Netflix und in ausgewählten Kinos verfügbar.

Lesermeinungen

16

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden
yes no
yes no
yes no

Topmeldungen

Lage der Republikaner : Der Trump-Faktor

Die Vorwahlen der Republikaner haben vor allem gezeigt, dass Donald Trump seine Partei fest im Griff hat. Viele seiner Kandidaten konnten sich durchsetzen. Doch ist das auch bei der Wahl im November ein Vorteil?

Künast-Interview zu Köthen : „Die alte Bundesrepublik ist vorbei“

Im Interview erklärt die Grünen-Politikerin Renate Künast, warum sie Horst Seehofer nicht mehr ernst nehmen kann, und Deutschland gerade an einer Wegscheide steht – zwischen Rechtsradikalismus und demokratischen Prinzipien.

TV-Kritik: „Hart aber fair“ : Ein Handyverbot ist auch keine Lösung

Die Schulpolitik war schon immer anfällig für gesellschaftspolitische Moden. Das ist beim Thema Digitalisierung nicht anders. Die Eltern arbeiten sich an dem Widerspruch zwischen schlechtem Gewissen und guten Vorsätzen ab.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.